Ein kleines Mädchen singt das Eröffnungslied zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. In der Tat war es ein kleines Mädchen, aber nicht jenes, das im Fernsehen und im Stadion zu sehen war. Die hübsche war da, die mit der schönen Stimme hat gesungen.

Der Iran testet seine Raketenarsenale. Nicht so schön. Aber auch nicht wahr – jedenfalls nicht so, wie wir es alle gesehen haben. Es waren zumindest weniger Raketen, vielleicht waren es auch gar keine iranischen.

In Georgien werden Gräueltaten verübt. Offensichtlich – oder nur scheinbar? An wem? Stimmen die Aussagen zu den Bildern? Stammen die Bilder aus Georgien und wurden sie in diesen Tagen aufgenommen? Oder vor einigen Jahren in einem anderen Krisengebiet?

Welcher Nachricht kann man trauen? Welches Bild ist echt?

Der technologische Fortschritt ermöglicht es, Nachrichten nahezu realtime zu produzieren, zu modifizieren oder gar zu konstruieren. Eine mögliche Konsequenz daraus beschreibt Benedikt. Eine andere wäre diejenige, Nachrichten übergreifend durch die Nutzer verifizieren zu lassen. Zeigt man im Internet das Universum der Nachrichten an einem Ort und lässt Nutzer darüber befinden, ob sie der Realität entsprechen, müsste dies bei einer ausreichend grossen Nutzerzahl zu einem guten Ergebnis führen. Zu jeder Nachricht wird sich ein Experte finden, der zumindest profund beurteilen kann, ob eine Nachricht wahr sein kann – wenngleich er sie nicht an Ort und Stelle stichhaltig überprüfen kann.

Any ideas?

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