Archive für Beiträge mit Schlagwort: Michael Reuter

Die Sendung Notizbuch des Bayerischen Rundfunks ist heute im Thema "Startup Hype in Berlin" dem Grund für den aktuellen Run nicht nur deutscher, sondern auch internationaler Firmengründer und Investoren auf die deutsche Hauptstadt nachgegangen. Und da man als Münchner Sender nicht wirklich ausschliesslich über Berlin sprechen kann, ohne die eigentliche Hauptstadt, München, zu erwähnen, durfte ich auch ein paar warme Worte über die hiesige Startup Szene verlieren.
 


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Mein Beitrag ist rund 5 Minuten lang und beginnt mit einem kleine Lapsus des Moderators Oliver Buschek, der so von Berlin fasziniert war, dass er mich ebenfalls dort verortet hat.

Das schönste aber am Beitrag ist, dass es mir gelungen ist, mit meinem Urlaubs-Relax-Foto auf die Website des BR zu kommen – ein bisschen Sommerfrische im aktuelle äusserts herbstlichen München schadet auch nict.

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Nachdem meine Geschäftspartnerin Kira Song und ich unsere und App Wettbewerbe für Partner wie den Show Your App Award seit 2009 als mehr oder weniger private Projekte durchführten, haben wir dies im Juni formalisiert und die appstar GmbH gegründet. Allein zur Veranstaltung von App Wettbewerben wäre dieser Schritt nicht zwingend notwendig gewesen. Aber wir haben uns bereits letztes Jahr entschlossen, aus appstar eine Marketing-Plattform für App Publisher zu entwickeln.


Appstar

Aus unserer Arbeit mit den AppAdvisors kennen wir die Bedürfnisse von App Herausgebern gut: um aus den über 620.000 Apps allein im deutschen App Store hervorzustechen, muss der App Entwickler etwas tun – das alleinige Einstellen in den App Store reicht nicht (es sei denn, man heisst beispielsweise Disney). Das Problem: gutes, d.h. nachhaltiges Marketing für Apps erfordert normalerweise ein höheres Marketingbudget. Das jedoch überrascht viele App Entwickler bzw. stellt sie vor unlösbare Herausforderungen: das Geld hat gereicht, um die App zu entwickeln, aber für Marketing und Kommunikation ist nichts mehr übrig.

Typischerweise muss man mit einem Marketingbudget zwischen 30-100% der Gesamtkosten einer App rechnen. Und dies bezieht sich zunächst auf eine initiale Kampagne. Viele App Herausgeber merken schnell, dass ihre App Rang für Rang im App Store verliert, sobald die Marketingausgaben zurückgefahren werden. Das bedeutet: konstant durchgeführtes, nachhaltiges Marketing ist einem einmaligen kurzfristigen Aufschlag immer vorzuziehen. Zumal Nutzer sich an Apps gewöhnen und ihnen den Platz auf dem Homescreen zuweisen – wenn (!) ihnen die Vorteile der App regelmässig vor Augen geführt werden.

Um gerade eine derartige langfristige und nachhaltige Vermarktung von Apps zu ermöglichen, werden wir im Herbst den appstar als Marketing Plattform für die Do-it-Yourself-Vermarktung relaunchen. Die AppCard – die aus der Modelbranche bekannte Sedcard der App Economy – wird zur Visitenkarte des App Publishers im Web.  Einfach erklärt und effektiv angewendet können App Publisher selbst Hand anlegen und ihre Apps vermarkten – ohne darüber ein spezifisches Wissen haben oder erlernen zu müssen. Denn: Marketing ist zwar nicht jedermanns Sache – aber letztlich doch entscheidend für die Downloads und den Erfolg einer App im App Store.

Ab 15. September bieten wir Beta Testern die Möglichkeit, die AppCard zu testen!

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Das wars. Nach 7 grösstenteils sehr schönen und spannenden Jahren geben YiGG und ich – gemeinsam mit den Altgesellschaftern – unsere Trennung bekannt. Mit sofortiger Wirkung übernimmt die ekaabo GmbH unter der Führung von Marco Ripanti die YiGG GmbH und entscheidet über die zukünftige Entwicklung der ersten deutschen Social News Plattform. 

2005 gegründet, als Social Media noch Web 2.0 hiess und beispielsweise Twitter als kurzfristiger Hype betrachtet wurde, wollten wir mit YiGG eine neue Art Nachrichtenplattform aufbauen. Nicht der Redakteur sollte entscheiden, was als relevante Headline auf der Titelseite steht, sondern die Nutzer. Das, was heute Gang und Gäbe ist, war damals unerhört. Spam war (und ist) eine grosse Herausforderung. Wer "die Nutzer" einlädt, spricht auch eine Einladung an alle diejenigen aus, denen es hauptsächlich um das Abladen ihres Mülls geht. Allein über die Ansätze im Umgang mit Spam und die gemachten Erfahrungen könnten die ehemaligen YiGG Teammitglied ein Buch schreiben.

Aber auch andere schwierigen Erfahrungen im Aufbau einer Community können nicht den Spass und die Erkenntnisse aufwiegen, die wir alle in den letzten 7 Jahren haben und erleben durften: die intensive Zusammenarbeit mit unseren ehrenamtlichen Moderatoren, die über die Jahre unterschiedlichsten angebotenen Funktionalitäten von YiGG (meine Favoriten: YiGG Spekulationen, YiGG Daily) haben uns und unseren Nutzern gezeigt, was man alles mit dem an sich trockenen Allerweltsthema Nachrichten anstellen kann. Interessanterweise – oder vielleicht besser gesagt – typischerweise – waren es oft die reizvolleren Projekte – wie die YiGG Spekulationen – die wir nach einer gewissen experimentellen Phase wieder eingestellt haben, wenn sie nicht die erwarteten Ergebnisse hinsichtlich Nutzungsaktivität erzielen konnten.

Wir hatten schwere Zeiten bei YiGG. Das ursprüngliche Geschäftsmodell ging nicht auf, wir mussten uns gesundschrumpfen und das Modell anpassen. Ein Prozess, der sich womöglich von aussen leichter anhört, als er in der Realität abläuft. Die letzten beiden Jahre waren dann wieder von ökonomische Entspannung, hoher Nutzeraktivität und damit verbundenen tollen Kommentarschlachten gekennzeichnet: ich kenne keine andere deutschsprachige Plattform, auf der so intensiv, hart aber fair und auf hohem Niveau diskutiert wird, wie YiGG. Nun – man mag mir hier eine gewisse Subjektivität verzeihen. Aber viele von uns Heavy Users haben Konversationsfreunde gefunden, die allein ausreichender Grund für den täglichen Blick auf YiGG sind. Deshalb werde ich auch als Nutzer YiGG weiterhin aktiv verbunden bleiben und mich an Themen wie Atomstrom, Kapitalismus oder dem Zerpflücken aktueller Studienergebnisse beteiligen (angeprochene Nutzer dürfen jetzt schmunzeln;).

Was aus YiGG wird, weiss ich nicht. Ich denke aber nach meinen Gesprächen mit ihm, dass es bei Marco in guten Händen ist. Bestimmt wird es hübscher – denn: wirklich sexy war YiGG bisher nicht. Das könnte oder sollte Marco ändern (gute Tipps von Ehemaligen werden ja immer gern gehört). Dir, Marco, wünsche ich viel Erfolg mit meinem Baby!

Langweilig wird mir ohne YiGG nicht, denn die App Economy hat mich seit geraumer Zeit in ihren Bann gezogen. Mit meiner Geschäftspartnerin Kira Song berate ich mit den AppAdvisors Unternehmen auf dem Weg in die App-Welt. Die Plattform appstar.tv bauen wir zu einer Marketingplattform für App Publisher aus. Und über die gemeinsam mit unserem dritten Partner Yukitaka Nezu gegründete AppInvest analysieren wir interessante App Ideen und app related products, werden in diese investieren und vielversprechende Teams beim Aufbau ihrer Geschäfte unterstützen.

Alles ist im Fluss. Es war eine schöne Zeit mit Dir, YiGG! Danke Dir dafür und viel Erfolg mit Deinem neuen Partner!

PS: Eine nette Randnotiz: auch Digg (Erläuterung: die US-Kopie von YiGG) wurde justament verkauft.

 

Die AppAdvisors sind das erste Full Service App Beratungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Von App Consulting mit Ideenentwicklung, in der in Workshops gemeinsam mit unseren Klienten aus Problemen App-Lösungen werden, über die Konzeption von Apps inklusive Design, der App Entwicklung auf den mobilen Betriebssystemen iOS, Android, Windows Phone 7 und Blackberry sowie Web Apps auf HTML5 Standard, bis hin zur Vermarktung der Apps innerhalb und ausserhalb von App Stores, über Social Media Kanäle, App PR und speziellen Kampagnen. Die AppAdvisors begleiten Sie im Thema Apps vom ersten Schritt an und unterstützen Sie bei der erfolgreichen Umsetzung Ihrer App Strategie. Im AppAdvisors Blog finden sich Neuigkeiten und Interessantes aus der App Economy.

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Das Management der AppAdvisors

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   Michael Reuter                                                                       Kira Song


 

 

Bei Facebook und Twitter haben Nutzer ihren Selbstmord angekündigt. Wie reagieren Freunde, Follower und Nutzer dieser Netzwerke. Gibt es die Seelsorge 2.0? Ist die (Nicht-)Reaktion von Facebook Freunden auf geäusserte Selbstmord-Absichten eine Aussage über die Qualität von Freundes-Netzwerken?

Es gibt sowohl positive wie negative Beispiele von Fällen mit geäußerten Selbstmord-Absichten auf Facebook und anderen Sozialen Netzwerken. Geht man einem Selbstmord Status Update nach? Ist es ein ernsthaftes Zeichen eines verzweifelten Menschen? Oder nur ein misslungener Scherz? Diesen Fragen gehen Anatol Locker, Michael Praetorius und ich in dieser Folge der Isarrunde nach.

In der Isarrunde diskutieren wir das Thema Wikileaks seit längerem und haben nun endlich unsere Meinungen vor die Kamera gebracht. Wikileaks hat offensichtlich einen Nerv in der Bevölkerung getroffen: Inhalte, die man „in der Presse“ anscheinend nicht zu sehen bekommen hat, werden ans Tageslicht geholt. Die Effekte sind gewaltig, obwohl bei genauem Hinsehen wenig wirklich Neues bzw. Geheimes aufgedeckt wird.

Ist Wikileaks für eine Gesellschaft notwendig? Kann nur eine Macht, die von außen in ein Gesellschaftssystem hineinkommt – anders als systemimmanente Medien – das System bewegen, ihm neue Impulse zur Weiterentwicklung geben?

Diese Fragen diskutieren Christoph Elzer, Michael Praetorius und ich in der letzten Isarrunde-Folge des Jahres 2010. Meine persönliche Meinung zu Wikileaks habe ich hier zusammengefasst:

  • (Gesellschafts-)Systeme müssen sich wandeln, um funktionsfähig zu bleiben.
  • Notwendige Impulse für Wandel kommt nie aus dem System selbst, sie kommen immer von aussen.
  • Wandlungen sind schmerzhaft (man findet immer unzählige Gruppen, die Wandel nicht wollen). Wikileaks ist ein notwendiger, schmerzhafter Impuls von aussen, der unsere Gesellschaft wandeln kann.
  • Das müssen wir begreifen und damit konstruktiv umgehen.

Unsere YiGG Nutzer haben wir um ihre Statements zu Wikileaks gebeten. Was dabei herausgekommen ist, haben wir hier gesammelt.

5 minutes of fame – die sprichwörtlichen fünf Minuten Ruhm, die jeder Mensch gerne einmal erleben würde, gibt es im Netz kostenlos: jeder kann ins Social Web hereinschreiben, was er will, wonach ihm gerade die Stimmung steht. Im Unterscheid zum „realen Leben“ ist die Transparenz im Web größer, d.h. viele bekommen Konversationen mit, die sie nicht interessieren, die vielleicht auch gar nicht für ihre Augen und Ohren bestimmt sind.

Die einen nennen es Geschwätz, irrelevantes Zeug – die anderen empfinden die Gesprächs-Inhalte im Netz als durchaus interessant. Insgesamt scheint eine gewisse Toleranz gegenüber Webinhalten vonnöten zu sein, da sich für fast alle Inhalte Adressaten finden.

Zudem kann jeder durch publizieren seine Online-Reputation beeinflussen: je mehr man ins Netz hineinschreibt, desto eher kann man die Wahrnehmung der eigenen Person im Web selbst beeinflussen.

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